In der vibrierenden Stadt Damaskus herrscht 2010 die Ruhe vor dem Sturm. Hier verliebt sich der Sunnit Tarek in die alawitische Sanaa, und trotz aller Widerstände und Verbote werden die beiden ein Paar. Ihre heimlichen Treffen finden ein jähes Ende, als Tarek eingezogen und beim Militär in Gewaltaktionen und Antiquitätenschmuggel verwickelt wird. Es gelingt ihm, nach Europa zu fliehen, doch als Sanaa ihm folgen will, wird die junge Frau vom IS verschleppt und gefangen genommen. Was Sanaa in den Kerkern des IS erleiden muss, beruht auf authentischen Erlebnissen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.09.2021
Rezensent Carsten Hueck gefällt das Buch von Jad Turjman, das autobiografisch grundiert und doch eine Art Romandebüt ist. Der 1989 in Damaskus geborene und 2014 aus Syrien nach Österreich geflohene Autor erzählt darin von Tarek, einem Shisha rauchenden, studentischen Sunniten, der sich zur Zeit des Arabischen Frühlings in die Alawitin Sanaa verliebt, Tochter eines "Hochrangigen", erklärt Hueck. Turjman erzählt von verschiedenen Orten, in vielen Dialogen und aus zwei Perspektiven, ständig wechselnd zwischen den Jahren 2010 und 2015, so Hueck, der durchaus Potential für eine Netflix-Serie sieht. Dafür sprechen auch die individuellen Nebencharaktere, meint er. Alle zusammen zeigen ihm, was es bedeutet, heute in Syrien selbstbestimmt leben zu wollen.
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