Die syrische Stadt Palmyra gehört zu den berühmtesten Zeugnissen der Antike. Umso stärker war die Wirkung der Zerstörungen des IS seit dem Mai 2015. Am Beispiel dieser Ereignisse beschreibt der Autor, dass die Unterscheidung von Menschen und Monumenten angesichts einer Praxis, die Menschen als lebendige Bilder und Bilder als lebendige Feinde vernichtet, nicht mehr trennungsscharf zu vollziehen ist. Vor diesem Hintergrund plädiert er für eine neue Perspektive des Wiederaufbaus: die kämpferische Rekonstruktion.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2016
Kia Vahland liest Horst Bredekamps Analyse der Bildpropaganda der Terroristen in Palmyra mit Grauen. Mit welcher Grausamkeit die Gegenwart des Terrors an die Stelle von Kunst und Kultur gesetzt wird, verschlägt Vahland den Atem. Bredekamps Feststellung der Verschränkung von Gewalt gegen Menschen und Bilder und seine kämpferische Schlussnote nach der Rekonstruktion der Erignisse von Palmyra, man möge eine Kunstschutzarmee bilden und Palmyra als neues Bildreservoir wieder aufbauen, um der IS-Propaganda zu begegnen, scheinen der Rezensentin äußerst bedenkenswert.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…