Jan Wagner

Der glückliche Augenblick

Beiläufige Prosa
Cover: Der glückliche Augenblick
Hanser Berlin, Berlin 2021
ISBN 9783446269439
Gebunden, 304 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Worüber Jan Wagner auch schreibt - Dichterkollegen wie Dylan Thomas oder Inger Christensen, über das Verhältnis von Lyrik und Fotografie, Motorroller und Geistergeld in Vietnam, über Pässe und Grenzen oder schlicht den Wiedehopf - sein Blick auf die Welt ist offen und dem Staunen verpflichtet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2021

Rezensent Nicolas Freund liebt Jan Wagner und seine Lyrik, aber auch Wagners Essays. Dass der Autor hier wie da Geist und Genuss verbindet, kann Freund nicht schrecken. Seicht wird es nie, meint er. Und so darf der Autor heiter über jeden noch so banalen Gegenstand plaudern, über Fische und Quitten etwa, dann aber auch über die eigene Poetik, Gedichtformen oder lebende und tote Dichterkollegen. Für Freund in jedem Fall ein in seiner Euphorie ansteckendes Denken und Schreiben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2021

Rezensent Oliver Jungen schätzt nicht nur die Gedichte von Jan Wagner, von denen auch einige in diesen Essayband Eingang gefunden haben, wie Jungen entzückt feststellt, er mag Wagner auch als Lyrikvermittler, als bodenständigen Theoretiker des dichterischen Handwerks, Begutacher der eigenen Poetik sowie kenntnisreichen Leser von Dylan Thomas, Keats, Hölderlin und Peter Rühmkorf. Sogar Stefan George kann Wagner noch etwas abgewinnen und es dem Leser vermitteln, staunt Jungen. Wenn der Dichter außerdem die Nähe zwischen Fotografie und Poesie ausmisst, kann der Rezensent was lernen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 07.05.2021

Rezensent Helmut Böttiger mag Jan Wagners Essays und Porträts gar nicht genug preisen wegen ihrer Beiläufigkeit. Dass dahinter mal handfeste politische Positionierung steckt (wie beim Geburtstagsgruß an Stefan George) oder auch grundsätzliche poetologische Überlegungen und Selbstkommentare, macht die Texte für Böttiger so lesenswert. Ob der Dichter als Borkenkäfer in Büchners Botanisierungstrommel schlüpft oder Dylan Thomas huldigt, er macht das "wunderbar" subjektiv, lobt Böttiger.

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