Aus dem Englischen von Rita Seuß. Afghanistan, Pakistan, Irak, Kaschmir, Malaysia - das sind einige der Stationen einer über fünfzehn Jahre dauernden Reise. In Hunderten von Begegnungen mit Guerillakämpfern, Mullahs, Selbstmordattentätern, Staatsministern, Sufi-Lehrern, Spionen, Flüchtlingen sowie westlichen Soldaten zeichnet Jason Burke ein Panorama der Brennpunkte der islamischen Welt. In eindrücklichen Stimmungsbildern erkundet er Menschen und ihre Orte - ob in den unwirtlichen Gegenden des Hindukusch, den zerbombten Vororten Basras, den religiösen Pilgerstätten nahe Islamabads oder in kurdischen Militärcamps. Hier lernt er Borniertheit und Toleranz, Hass und Freundschaft der "islamischen Welt" aus erster Hand kennen. Er zeigt eine Weltregion mit all ihren Widersprüchlichkeiten, ihren Mythen und Ideologien. Ein faszinierender Bericht, der die Wurzeln der Gewalt, die politische Rolle des Islam und die Motive einer Radikalisierung, aber auch die Perspektiven für eine Strategie gegen den islamistischen Terror erklärt. Ein literarischer Reisebericht mit vielen Hintergrundinformationen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2007
Bemerkenswert scheint Rezensent Rupert Neudeck dieses Buch von Jason Burke, in dessen Berichten von den Brennpunkten und Kampfzonen der islamischen Welt zahlreiche aufschlussreiche Beobachtungen zu finden seien. Etwa über die militärische Parallelwelt, die die Kommandozentrale der US-Armee in Bagdad darstellt. Oder darüber, wie es ist, als Journalist in die Armee "embedded" zu sein, und wie sich dadurch die Wahrnehmung des Kriegs verändert. Deutlich wird für Neudeck nicht zuletzt, dass viele, die in den Irak geschickt wurden, um Regierungsaufgaben zu übernehmen, weder über die Kultur und Religion, die Sitten, Gebräuche und Denkweisen der irakischen Bevölkerung Bescheid wussten noch sich dafür interessierten. Demgegenüber hebt er das Beispiele von Burkes Kollegen Ershad hervor, der sich intensiv für den Dialog zwischen Muslimen und Christen einsetzt. "Am Ende", schließt der Rezensent also, "hält das Buch für den Leser auch noch so etwas Altmodisches bereit wie Trost".
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