Herausgegeben und mit einem Nachwort von Thomas B. Schumann. Mit Reminiszenzen von Anja Ott.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2002
Beatrix Langner ist erstaunt, dass die Flucht der Deutschen aus Polen 1945 mit "soviel Anmut und Innigkeit des Gefühls" beschrieben werden kann, wie Jo Mihaly es in diesem Roman getan hat. Als wäre sie in dem damaligen Chaos und Leid dabei gewesen, wundert sich Wagner, obwohl die Autorin damals weit weg von ihrer Heimat Posen im Schweizer Exil lebte. Mihaly floh mit ihrem Mann, dem Regisseur Leonard Steckel, schon 1933 nach Zürich und wurde dort nicht nur zu einer anerkannten Schriftstellerin, sondern reüssierte auch als Ausdruckstänzerin und engagierte sich in mehreren Hilfsorganisationen, erzählt die Rezensentin. Sie lobt das Werk als "passioniertes Buch, das die Schrecken des Krieges mit der Kraft des einfühlenden Erzählens vor Augen stellt", und sich von anderen Antikriegsromanen der fünfziger Jahre durch seine "novellistische Struktur und poetische Dichte" abhebt.
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