Joachim Rönneper

Maler Moll

Malung & Dichterei. (Ab 6 Jahre)
Cover: Maler Moll
Kindermann Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783934029200
Gebunden, 16 Seiten, 15,50 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Norman Junge und einer kleinen Kunstgeschichte im Anhang. Sie wollten ihren Kindern schon immer mal souverän und spielerisch zugleich die Auflösung der traditionellen Kunstform erklären? Dadaismus, Kubismus, Ready Made, Eat Art und Surrealismus - Bilder und Antworten finden Sie in der kleinen Kunstgeschichte des Maler Moll.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.11.2003

"Maler Moll malt einfach toll", schreibt Rezensentin Hannah Glaser begeistert und erklärt gleich, was es damit auf sich hat: Maler Moll ist ein Hase, und wenn er es leid ist mit seinen Pfoten zu malen, nimmt er eben seine Ohren um "furios die Farbe auf die Leinwand" zu schmeißen. Das heiße dann Action painting, denn Maler Moll erkläre die verschiedensten "Stilrichtungen der modernen Malerei". Und das auf so unbeschwerte Art, dass Kunstgeschichte zum "Kinderspiel" wird, lobt Glaser. In sechzehn Stationen entstehe so im Zusammenspiel zwischen Norman Junges "hintersinnigen Bildern" und Joachim Rönnepers "frechen Versen" eine kleine "Gemäldegalerie der Moderne", in der unter anderem der Dadaismus, der Surrealismus und der Kubismus zu finden seien. Wie man an Maler Molls Version des Van Goghschen Selbstporträts sieht, so die lobende Rezensentin, will das Buch es nicht zu einem "hehren Kunstbegriff" bringen. Maler Moll hat sich da gleich mit drei Ohren abgebildet, denn: "Einst träumte Moll - schnipp und schnapp! - sein linkes Ohr, das wäre ab. Da malte er sich mit drei Ohren, so geht ihm keines mehr verloren."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.07.2003

Recht enttäuscht ist Rezesentin Ursula Sinnreich von diesem Buch. Als "Schade" empfindet sie vor allem, dass es völlig die Zielgruppe verfehlt hat. Das Heranführen an Kunst in frühen Jahren sieht sie zwar als lobenswerte Sache, nur wie es geschieht, findet sie nicht gerade kindgerecht umgesetzt. "Welches Kind erkennt schon ein Urinoir in dem Bild, das die Hasenkinder in den Schnee pinkeln?", fragt die Rezensentin. Es ginge leider nur um "Wissen statt Erleben" und um "Wiedererkennen statt sehen". Kinder würden dabei aber "nicht in Dur-Stimmung" versetzt, beklagt die Rezensentin.
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