Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Curt Meyer-Clason. Getúlio Santos Bezerra, Korporal der brasilianischen Militärpolizei, erhält von seinem Vorgesetzten den Auftrag, einen politischen Gegner zu entführen und ihn nach Aracaju zu bringen. Obwohl bald schon eine gegenteilige Order ergeht, folgt er verbissen dem zuerst erteilten Befehl, buchstäblich bis zum letzten Atemzug...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2015
Nachdem der Blick auf Brasilien im vergangenen Jahr stark von der Fußballweltmeisterschaft und ihren Inszenierungen geprägt war, nimmt Piero Salabè einige der größten brasilianischen Romane des 20. Jahrhunderts, die unlängst in deutschen Übersetzungen erschienen. Herausragend erscheint ihm dabei João Ubaldo Ribeiros 1971 erschienenes Debüt "Sargento Getúlio" über einen Militärpolizisten, der einen politischen Häftling durch den Nordosten des Landes eskortiert. In Form eines "manischen Monologs" schildert Ribeiro die zerrissene Innenwelt des Polizisten und beschreibt damit die Identitätssuche einer Gesellschaft, "die sich letztlich selbst verleugnet", wie der Rezensent fasziniert zusammenfasst.
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