Jörg Lau

Der Westen sind jetzt wir

Von unzuverlässigen Freunden und entschlossenen Gegnern: Deutschlands neue Verantwortung
Cover: Der Westen sind jetzt wir
Droemer Knaur Verlag, München 2026
ISBN 9783426562444
Gebunden, 384 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Die USA sorgen für unsere Sicherheit, China für unsere Exporteinnahmen und Russland für unsere Energie - so lautete lange Jahre die unausgesprochene Annahme aller deutschen Außenpolitik. Diese Gleichung geht im Zeitalter der Unsicherheit nicht mehr auf: Deutschland muss im Konzert der internationalen Mächte endlich seiner Verantwortung gerecht werden und selbstbewusst als Vertretung der westlichen Werte in der neuen Weltordnung auftreten. Jörg Lau zeigt, wie eine neue, mutigere und realitätsnähere Außenpolitik aussehen muss, die unsere Freiheit schützt, unseren Wohlstand gewährleistet und den Frieden sichert. Dazu begleitet er persönlich die bestimmenden Personen der Weltpolitik bei ihren Reisen, Terminen und Gipfeln, gibt Einblicke, wie Entscheidungen gefällt werden und analysiert die Leitlinien der deutschen Außenpolitik. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.04.2026

Rezensent Nicolas Freund erfährt vom Journalisten Jörg Lau, was der Westen eigentlich ist. Indem der Autor Anekdoten und Berufserfahrungen darbietet, lässt er erkennen, dass die Entfremdung zwischen den USA und Europa schon vor langer Zeit begann, erklärt Freund. Als Abrechnung mit der deutschen Außenpolitik versteht er den Band. Seine Ausführungen dazu belegt der Autor für Freund überzeugend, Laus Analysen erscheinen ihm treffend. Das Nahost-Kapitel im Buch findet Freund zudem von einer seltenen Tiefe. Laus Ausblick ist eher düster, warnt er.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.04.2026

Rezensent Jan Pfaff liest interessiert Jörg Laus Gedanken zur aktuellen Weltlage, die dieses Buch versammelt. Der Zeit-Korrespondent Lau geht von der Feststellung aus, dass das Koordinatensystem, das die deutsche Außenpolitik lange angeleitet hat, schlicht nicht mehr existiert. Um zu zeigen, wie ernst die Lage ist, wendet Lau sich den deutschen Beziehungen zu vier Ländern zu: den USA, Russland, Israel und China. Wichtiger als alles andere ist der Wandel, den die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA nicht erst seit dem Siegeszug des Trumpismus durchgemacht haben, glaubt Lau. Die USA ist schlicht kein Freund Europas mehr, sie handelt offen antidemokratisch und das wird sich auch nicht wirklich wieder ändern, wenn Trump fort ist. Auch in den Beziehungen zu den anderen Mächten hat sich einiges geändert, wie Lau teilweise auf der Basis seiner eigenen Erfahrungen in den entsprechenden Ländern darlegt. Wer wissen möchte, vor welchen außenpolitischen Herausforderungen Deutschland derzeit steht, der kommt, so der Tenor der positiven Besprechung, hier voll auf seine Kosten.

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