Die Studie stellt das schwer überschaubare Institutionengeflecht des UN-Menschenrechtsprogramms systematisch dar und diskutiert es. Sie unterscheidet vier grundlegende Strategien - Information, Kooperation, Konfrontation und Gerichtsbarkeit -, die je nach Situation angewandt werden und auf unterschiedliche Weise sowie in unterschiedlichem Maße Druck auf menschenrechtsverletzende Regime ausüben. Oft bauen diese Strategien aufeinander auf oder stützen sich wechselseitig. Sie weisen jedoch auch Schwächen auf, die die Glaubwürdigkeit der UN-Menschenrechtsarbeit insgesamt infrage stellen und die deshalb dringend überwunden werden müssen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2003
Johanna Rupprechts politikwissenschaftliche Dissertation "Frieden durch Menschenrechtsschutz" hat Rezensent Claus Roxin rundum überzeugt. Rupprecht stelle "in sehr übersichtlicher und angenehm lesbarer Form" die Bemühungen der Vereinten Nationen um die Durchsetzung der Menschenrechte vor, die von umfassender Information über Kooperation und Konfrontation bis hin zur Gerichtsbarkeit reichten, berichtet Roxin. Auch wenn dem "Fachgelehrten" keine "substantiell neuen Erkenntnisse" geboten werden: für ein an der UN-Menschenrechtsarbeit interessiertes breiteres Publikum stellt Rupprechts Arbeit nach Ansicht von Roxin eine "vorzügliche Informationsquelle" dar. Er hebt hervor, dass Rupprecht das Versagen der UN (z. B. in Somalia und Ruanda) deutlich zur Sprache bringt, aber auch auf ihre Erfolge (etwa in Osttimor) hinweist. Entstanden ist so ein "facettenreiches Bild von der weltweiten Kraft und Ohnmacht der internationalen Bemühungen zur Durchsetzung der Menschenrechte", lobt unser Rezensent.
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