Inspiriert und transkribiert von Orlando Barone. Herausgegeben und aus dem Spanischen übersetzt von Frank Henseleit. Dezember 1974, Buenos Aires: Orlando Barone führt die beiden so gegensätzlichen literarischen Giganten Jorge Luis Borges und Ernesto Sábato zu einem moderierten Gespräch zusammen. Konzentriert und ganz bei sich entfalten sie ihre Welt, sie sprechen über Kino, Tango, Wirklichkeit und Traum, Ruhm, Gott und immer wieder die Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.03.2014
Freundlich hat Rezensent Leopold Federmair diesen Band mit Gesprächen zwischen Jorge Luis Borges und Ernesto Sábato aus den siebziger Jahren aufgenommen. Er schildert die beiden Schriftsteller, den alten blinden Dichter Borges, und den jüngeren, politisch engagierten Romancier Sábato als Antipoden, so dass ihm die Idee des Journalisten Orlando Barone, die beiden zum Gespräch zusammenzubringen, durchaus als "abwegiger Einfall" erscheint. Die Gespräche, die einige Zeit brauchen, um in die Gänge zu kommen, da beide Autoren anfangs etwas fremdeln, findet er dennoch aufschlussreich, vor allem, wenn Borges und Sábato irgendwann beginnen, ernsthaft zu diskutieren, und sich allmählich näher kommen. Hilfreich scheinen Federmair auch Barones Kommentare, die die Atmosphäre der Situation schildern, während er mit den Äußerungen des Übersetzers Frank Henseleit wenig anfangen kann und dessen Einschätzung von Borges geradezu ignorant findet.
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