Die sich in letzter Zeit verschärfende Globalisierungsdebatte hat drei Dimensionen, eine politische, eine gesellschaftlich-kulturelle und eine ökonomische. In diesem Buch wird vor allem auf die ökonomischen Aspekte der Debatte fokussiert. Strittig ist, wie die Wirkungen der Globalisierung sich konkret darstellen. Unter den Wirtschaftswissenschaftlern überwiegt die positive Sicht: Globalisierung wird als eine (potenzielle) Quelle der Wohlstandsmehrung gesehen. Die Kritiker dagegen fürchten einen Prozess, der unentwegt Arbeitsplätze vernichtet und sozialen Schutz aushöhlt, die Umwelt zerstört, die Reichen reicher und die Armen ärmer macht, und den Regierungen keine Autonomie bei der Befolgung eigenständiger wirtschaftlicher und sozialer Ziele belässt. Die Autoren haben das Buch in der Form eines Almanachs aufgebaut, so dass dem Leser der Zugang zu allen wesentlichen Aspekten der Globalisierungsdebatte erleichtert wird, und zwar nach den Hauptkritikpunkten und der wesentlichen Lösungsvorschläge von Globalisierungskritikern.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2004
Recht angetan zeigt sich Rezensent Christian Winiker von diesen Band von Jürgen B. Donges, Kai Menzel und Philipp Paulus, der sich kritisch mit der Globalisierungskritik auseinandersetzt. Wie Winiker berichtet, zeigen die Autoren unter anderem auf, dass die realen ökonomischen Zusammenhänge weitaus komplexer sind, als von vielen Kritikern angenommen, dass monokausale Erklärungen oft zu kurz greifen, und dass die Thesen der Globalisierungskritik häufig nicht auf objektiven Daten und verlässlichen Quellen fußen. Allerdings hebt Winiker auch hervor, dass die Autoren mit den Kritikern in einer Reihe von Punkten durchaus überein stimmen. Überzeugend findet er den didaktisch geschickten Aufbau des Buches: Nach einer Einführung behandelt es zunächst Kritikpunkte an der Globalisierung, würdigt dann Reformvorschläge der Kritiker zu diesen Punkten, um im Synopsekapital einen Überblick über die behandelte Kritik, die politökonomische Dimension der Debatte zu geben und alternative Konzepte anzubieten. Das Resümee des Rezensenten: für Befürworter wie Kritiker der Globalisierung gleichermaßen empfehlenswert.
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