"Wissen", "Kultur" und "Literatur" sind die drei Dimensionen der Sprache, in denen sich das Buch bewegt. Im ersten Teil geht es um Grundprobleme der menschlichen Sprache überhaupt: um ihren Ursprung und um die Frage, welche Art von Wissen die Kenntnis einer Sprache ist. Im zweiten Teil werden Aspekte der europäischen Sprachkultur diskutiert, die gerade eine Kultur in vielen verschiedenen Sprachen ist. Welche Sprache soll in Europa gesprochen und geschrieben werden? Gibt es für die Einzelsprachen, auch für das Deutsche, eine Zukunft? Der dritte Teil befasst sich mit Geschichte und Dichtung und, damit verbunden, mit den Fragen nach der Wahrheit und der Schönheit des Sprechens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2008
Eingenommen ist Rezensentin Stefana Sabin von Jürgen Trabants Buch "Was ist Sprache?", das eine Reihe von überarbeiteten Aufsätzen des Linguisten bietet. Besonders angesprochen hat sie die Leidenschaft, mit der der Autor spricht. Trabant betrachte Sprache als "Distinktion der Spezies", die nicht nur als kulturelles, sondern auch als natürliches Gut vor dem Aussterben geschützt werden müsse. Seine Kritik am Pseudo-Englisch im Alltag und am "Globalesisch", wie er das Weltenglisch nennt, sowie seine Argumentation für Mehrsprachigkeit haben Sabin überzeugt. Auch die Ausführungen über Sprachursprung und Spracherwerb, Sprache und Denken sowie das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit hat sie mit Gewinn gelesen. Dabei begrüßt Sabin, dass der Autor durchaus mal polemisch wird. Ihr Fazit: inhaltsreich und trotz einiger "Gemeinplätze und Redundanzen" immer "anregend".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
Rezensent Johan Schloemann stellt zwei Bücher vor, die sich je auf ihre Weise gegen die Globalisierung der Sprache wenden. Jürgen Trabant, gleichermaßen stilistisch gewandter wie fachlich herausragender Sprachwissenschaftler, wie der Rezensent rühmt, macht sich in seinem Buch für eine Stärkung der Einzelsprachen und gegen ihren Ersatz durch ein globales, vereinfachtes Englisch stark. Besonders angenehm findet es Schloemann, dass Trabant einer in der Sprachwissenschaft grassierenden Vorstellung vor einer "quasi naturwissenschaftlichen" Linguistik entschieden entgegentritt. Auch Trabants Plädoyer gegen einen "Universalismus", insbesondere in der Wissenschaftssprache, kann der Rezensent voll und ganz unterschreiben.
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