Eine Innensicht des alltäglichen Faschismus in den Dreißigerjahren. Beobachtet von einer Sozialdemokratin, die das Land Baden als aktive Wahlkämpferin kennen gelernt hatte und ihre Stadt Freiburg als Lokalredakteurin mit allen Beziehungsklüngeln durchschaute. Verfasst von einer Journalistin, die mit ihrem munteren Sarkasmus und ihrem zielgerichteten Zorn auch für die "Weltbühne" geschrieben hat.
Elke Schmitter erzählt in ihrer Rezension zunächst die ungewöhnlliche Entstehungsgeschichte dieses Textes, der das Resultat eines von der Zeitschrift Atlantic Monthly veranstalteten Preisausschreibens war. Dabei sollten Flüchtlinge 1940 ihre Erlebnisse während des Nationalsozialismus` beschreiben. Schmitter nimmt diese Tatsache zum Anlass, ein solches Projekt auch der "sozialdemokratisch-grünen Bundesrepublik" zu empfehlen, die sich ihrer Meinung nach bisweilen schwer tut, zwischen Wichtigem und Schwerwiegendem zu unterscheiden. Bei Vordtriedes Text betont sie vor allem die "nüchterne, zugleich von politischem Ethos getragene Darstellung". Sie bemängelt lediglich ein falsches Heidegger-Zitat, worüber sie sich - angesichts der ansonsten "aufmerksamen Kommentierung" des Verlags - ein wenig überrascht zeigt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…