Der Band behandelt das Werk des italienischen Philosophen und Historikers Benedetto Croce in verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlicher Akzentuierung. Er macht vor allem deutlich, daß Croce in ständiger Auseinandersetzung vor allem mit der Philosophie des deutschen Idealismus eigene philosophische und historiographische Positionen entwickelte, auf Grund derer er in lebenslanger intensivster geistiger Aktivität zu aktuellen Problemen von Philosophie, Historiographie, Literatur und Politik Stellung nahm. Er realisierte damit seine eigene Konzeption der gegenwartsbezogenen Geschichte im Sinne der Begegnung von Geschichte und Gegenwart in Reflexion und Aktion der Menschen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2003
Als "Vermittler zwischen deutschem und italienischem Geistesleben" stellt Karl Egon Lönne den Geschichtstheoretiker Benedetto Croce vor, dessen Ruhm um die Mitte des letzten Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreichte. Wie Rezensent Peter Stadler ausführt, kann Lönne an vielen Beispielen zeigen, dass Croce als Bewunderer Deutschlands um einem geistigen Austausch bemüht war. Sein Wunsch nach Gedankenaustausch mit deutschsprachigen Kollegen schlage sich etwa in dem bekannten Briefwechsel mit Karl Vossler nieder. Aber auch in der Korrespondenz mit Eduard Fueter, die dem Autor zum Bedauern des Rezensent entgangen ist. Auch Croces Interesse an Eduard Bernstein und vor allem der kritische Respekt für Heinrich von Treitschke belegen nach Ansicht Stadlers sein Verständnis für deutsche Eigenart. Croce nehme nicht nur Treitschkes "Politik" in Schutz, sondern empfehle sie italienischen Lesern geradezu ihrer Lebensweisheit wegen, hält Stadler fest. Erst unter dem Faschismus habe sich seine Beurteilung ins Negative bis hin zur Ablehnung gewandelt. Lönnes Studie, hofft der Rezensent, könnte zu einer "neuen Vergegenwärtigung des großen Italieners beitragen".
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