Franz Schuh nutzt diese Rezension, um - nicht ohne Ironie - über Ernst, Ironie und Pathos nachzudenken. Dabei stellt er mehrfach fest, dass es sich um eine äußerst komplizierte Angelegenheit handelt. Aber das sei nicht weiter schlimm, weil es ja nun diese Aufsatzsammlung gibt, die ihm „wie keine andere dabei helfen“ wird, „die Materie endlich einmal ‚wirklich‘ zu verstehen“. Nach Schuhs Darstellung handelt es sich bei diesen Aufsätzen um recht ernsthafte Beiträge zum Thema Ironie, deren Autoren sich weniger als Ironiker, sondern vielmehr als „kulturkritische Pathetiker“ erweisen. Nicht, dass Schuh daran wirklich etwas auzusetzen hätte. Allerdings kann er es sich nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass beispielsweise Nietzsches Ironie vielen Menschen verschlossen geblieben ist. Die Versuche, ironische Texte dieser Art ganz ernsthaft und mit Pathos auflösen zu wollen, zeige allerdings durchaus ironische Züge. Dies als Beispiel für eine Ironie der Ironie. Angesichts des vorliegenden Bandes schließt der Rezensent mit einem Schlegel-Zitat: „Mit der Ironie ist durchaus nicht zu scherzen“.
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