Ernst Cassirers Wissenschaftsphilosophie hat bislang wenig Beachtung gefunden, obwohl seine Auseinandersetzung mit Problemen der neuzeitlichen und modernen Naturwissenschaften eine der wichtigsten Quellen für seine spätere Philosophie ist. Die vorliegende Studie setzt genau hier an. Im Zentrum steht der Versuch, Bedeutung und Reichweite des Cassirer?schen Grundsatzes vom Vorrang des Gesetzes- oder ?Funktionsbegriffs? vor dem Gegenstands- oder ?Substanzbegriff? für die Entwicklung der modernen Physik, besonders der Relativitätstheorie, zu ermitteln. In drei Kapiteln wird Cassirers Auffassung vom wissenschaftlichen Experiment, von der Entwicklung der Wissenschaften und von der Anwendung mathematischer Begriffe auf die Natur abgehandelt. Dabei werden Cassirers Auseinandersetzungen mit Positionen Kants sowie der zeitgenössischen Wissenschaftstheorie bei Duhem, Mach, Poincaré, Einstein u.a. einbezogen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.09.2001
Gott sei Dank keine Hagiographie, denkt sich unser Rezensent und zeigt sich glücklich über die Chance, Ernst Cassirer außer durch die neue Hamburger Ausgabe seiner Werke nun auch über ein Buch kennenzulernen, das nachfragt, "auch nach möglichen Widersprüchen im Werk des Meisters", und Cassirer ausnahmsweise als Wissenschaftstheoretiker zeigt. Wenn dies auch nicht ganz so allumfassend geschieht, wie der Titel es verspricht, Hans Jörg Sandkühler ist mit der "so gelehrt wie gut geschriebenen" Darstellung zufrieden, weil sie ihm die Fragen sichtbar zu machen vermochte, die Cassirer hinsichtlich einer Wissenschaftsphilosophie umgetrieben haben.
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