Ca. 261 Minuten Laufzeit. Sprecher: Karl Popper. "Die einzige Weisheit die zu erwerben ich hoffen konnte, war das sokratische Wissen von der Unendlichkeit meines Nichtwissens." Das Wissen um die Unverlässlichkeit von Erfahrungen ließen Karl Popper an den bisherigen Methoden und Utopien zweifeln. Wissenschaft war nur so lange gültig, wie sie der Falsifikation standhielt. Eine Ethik der Fehlbarkeit und des kritischen Pluralismus, eine neue Berufsethik des Wissenschaftlers, die auf drei erkenntnistheoretischen bzw. ethischen Prinzipien beruht: der Fehlbarkeit, der vernünftigen Diskussion und der Annäherung an die Wahrheit. In der von Hubert Kiesewetter zusammengestellten und kommentierten Ausgabe ist Karl Popper u.a. zu hören in einem Gespräch mit Willy Hochkeppel, er spricht über die "Offene Gesellschaft", über den "Mythos des Unhintergehbaren" und äußert sich zum "Prinzip Kritik in der offenen Gesellschaft".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2002
Wenngleich, so Gustav Seibt, Karl Poppers Philosophie allem Auratischen gewiss abhold war: diese Tonaufnahmen von Rundfunkgesprächen und Vorträgen in deutscher Sprache haben für den Rezensenten sehr wohl eine sehr eigene Aura. Vor allem erinnern sie, aus den Jahren 1974 bis 1992 stammend, an eine vergangene Epoche, die Endzeit des Kalten Krieges, in der Popper, in Frontstellung gegen die Neue Linke, seinen festen Platz im bundesrepublikanischen Geistesleben hatte. Auch wenn der Rezensent das ganze vor allem als in die Gegenwart gespülte Zeitkapsel goutiert und sich zu den philosophischen Positionskämpfen nicht äußert: Hörenswert findet er das in jedem Fall.
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