Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2001
Kurt Sontheimer wünscht sich eine Rechte, mit der man vernünftig diskutieren kann. Diesen Gefallen tut ihm aber noch nicht einmal der rechtsorientierte Historiker Karlheinz Weißmann mit seiner Aufsatzsammlung. Es gehe ihm zwar durchweg um Revision einer Geschichte des Nationalsozialismus, aber dies geschehe über tendenziöse Akzentverschiebung. Extreme Thesen vertrete Weißmann nicht. Zum Beispiel hebe er die modernen Tendenzen des Nationalsozialismus hervor, "so als ob es nicht den Zweiten Weltkrieg, die Herrschaft des Terrors und die `Vernichtung unwerten Lebens` gegeben hätte", ohne aber damit "Material für die Ausübung rechtsextremer Gewalt" zu bieten. Weißmann schreibe eben, so der Rezensent, nicht für eine interessierte Fachwelt, sondern für "Gesinnungsgenossen". Nicht mehr als eine "Verharmlosung", auf jeden Fall keine "öffentliche Stimme" des deutschen Rechtextremismus, meint Sontheimer, dem besonders missfällt, dass Weißmanns Argumente theoretisch belanglos sind.
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