Kunstwerte entstehen nach einem geheimen Code unter Beteiligung von Künstlern, Sammlern, Galeristen, Kritikern, Auktionatoren, Restauratoren, Kuratoren, Messeveranstaltern, Beratern, Transporteuren, Versicherern und Museumsdirektoren. Alle drehen an der Wertschraube und machen Kunst zu einem hoch attraktiven Markt mit Milliardenumsätzen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.07.2005
Schlüssig und gut lesbar beschreibe die Journalistin und Museumsleiterin Katja Blomberg, wie Kunstwerte entstehen, meint eine überaus erfreute Karolina Dankow. Blomberg erkläre, welche folgen es für den Kunstmarkt hat, wenn neue Investorengruppen Kunst als Geldanlage und Mittel zur Imageaufwertung begreifen. Dabei scheue sie sich auch nicht, sich positiv zu Sammlungen zu äußern, die in den Feuilletons stets unter Beschuss stehen, was die Rezensentin als erfrischend empfindet, zumal es die Autorin verstehe, immer wieder "spannende Zusammenhänge" zu erschließen und sich dabei einer "süffigen Sprache" zu bedienen. Angesichts dieses "unterhaltsamen Kunstkrimis" könne man dann auch darüber hinwegsehen, dass Blomberg teilweise die Tiefe vermissen lässt.
Brigitte Werneburg liest aus Katja Blombergs Buch über den deutschen Kunstmarkt mit seinen Akteuren, Preisen und Strukturen, eine "Verführung zum Sammeln" heraus. Jetzt, da der Kunstmarkt boomt und das Sammeln von Kunst Konjunktur hat, kommt ihr Buch "zur rechten Zeit", freut sich die Rezensentin. Sie lobt den "geschmeidigen Ton" und den "klugen, kompakten" Aufbau des Bandes und zeigt sich auch von den Porträts der "mit großer Sympathie" gezeichneten Protagonisten des Kunstmarkts sehr angetan. Blomberg gibt anhand von exemplarischen Geschichten Antworten auf viele Fragen und mitunter formuliert sie "leise, aber insistierend" auch Kritik am Kunstmarkt, stellt die Rezensentin fest. Diese Kritik hätte ihrer Meinung nach mitunter gerne "deutlicher ausfallen" können, denn sie soll ja dem Sammelanfänger nützen, wie Werneburg betont. Insgesamt aber zeigt sie sich von dem Buch als Einführung in Fragen der Kunst, der "Wertschöpfungskette" und des Marktes sehr überzeugt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…