Kunst und Religion: ein altes Thema und, wie Wolfgang Ullrich zeigt, eine höchst aktuelle Geschichte über Glauben, Skepsis, Konkurrenz, Kritik und Markt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.12.2011
Zum Glück gibt es Wolfgang Ullrich. Rezensent Oliver Pfohlmann hat erkannt, wie wichtig einer wie Ullrich ist, der den gegenwärtigen Kunstbetrieb mal auf seinen religiösen Nimbus abklopft. Und horche: Es klingt hohl. Dass sich der Autor mit seinen hier versammelten, wie Pfohlmann findet, durchaus vergnüglichen Essays nicht nur Freunde macht, ist auch klar. Für den Rezensenten besitzt der Kulturwissenschaftler Ullrich indes genug Kenntnis, um seine provokanten Fragen an die Gralshüter der Kunst mit überraschenden Beobachtungen zu würzen. Etwa die von der Überforderung der Kunst mit den Bedeutungssehnsüchten ihrer Betrachter und Verwalter. Will sie nicht vielleicht doch bloß spielen?
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