Der lange in Vergessenheit geratene Wiener Anwalt und Publizist Walther Rode hat dieses Werk schon 1934 verfasst, kurz vor seinem Tod im Schweizer Exil. Er war Joseph Roth freundschaftlich verbunden und wurde als "genauer Kenner der österreichischen Bürokratie" von Kurt Tucholsky bewundert. "Das sind wirklich Streitschriften! Wie treffend sind viele seiner Formulierungen! ... So bleibt nur die Aufforderung, dieses geist- und temperamentvolle Buch zu lesen." Fritz Bruegel, 1934
Eva Berger findet die Streitschriften des großen Humanisten und unbekannten Moralisten Walther Rode gegen Hitlerdeutschland erschreckend aktuell. Die prophetische Klarheit und der polemische Furor des Autors, den sie in einer "Geistesreihe" mit Tucholsky und Roth sieht, scheint ihr bemerkenswert. Das Wesen des Nationalsozialismus und die Anatomie der damaligen gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse kann ihr der Autor präzise offenlegen. Das Vorwort zu Rodes letztem Buch macht ihr Lust auf mehr von diesem Autor.
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