Seit vier Milliarden Jahren türmt die Natur Erfindung auf Erfindung und hat in einem gigantischen Trial-and-Error-Verfahren immer neue Biostrategien des Überlebens entwickelt. Angesichts dieser Vielfalt von genialen Technologien im Tier- und Pflanzenreich erscheint die menschliche Technik geradezu primitiv. Den hochkomplexen Problemlösungen biologischer Systeme sind jetzt Biologen und Ingenieure weltweit auf der Spur - und deutsche Forschung ist dabei Weltspitze. Bionik heißt das Zauberwort zu den Schatzkammern der Natur. Denn vieles, was Techniker heute noch für utopisch halten, hat die biologische Evolution in ihren Labors längst optimal verwirklicht. Der Wissenschaftsjournalist Kurt Blüchel lädt ein zu einer Reise durch das Bio-Patentamt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2005
Rundum enttäuschend findet Burkhard Müller dieses Buch über das an sich spannende Thema Bionik, das Kurt G. Blüchel vorgelegt hat. Müllers Erwartung, einen phantasievollen Führer ins Zeitalter der nächsten technischen Revolution vorzufinden, wird das "schwache Buch" in keiner Weise gerecht. So bietet das Buch zu Müllers Bedauern keine Zeichnung und kein Projekt, von dem man Näheres erführe. Blüchels Darstellung kritisiert er als "unsystematisch", "unkonzentriert" und "sprunghaft". Auch entdeckt er zahlreiche Fehler, harmlose, wenn der Autor Kardinal Richelieu etwa ins 18. Jahrhundert verlege, sowie weniger harmlose, wie die Behauptung, es seien die tschetschenischen Terroristen gewesen, die das Giftgas in ein russisches Theater gepumpt und damit etwa hundert Menschen getötet hätten. Deplaziert erscheint ihm, dass Blüchel permanent seine Meinungen herausposaunt. Schließlich moniert er die "Schwammigkeit" von Blüchels Denken, eine Schwäche die der Autor mit wahllosen Zitaten von Goethe, Eichendorff, Montaigne, Johannes Paul II., Albert Einstein und anderen zu kompensieren suche.
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