Lena Gorelik

Hochzeit in Jerusalem

Roman
Cover: Hochzeit in Jerusalem
SchirmerGraf Verlag, München 2007
ISBN 9783865550378
Gebunden, 255 Seiten, 18,80 EUR

Klappentext

Anja, die russische Jüdin, die seit ihrer Kindheit in Deutschland lebt, fährt mit ihrem Freund Julian nach Israel, um ihm bei dessen Suche nach seinen Wurzeln zu helfen. Konfrontiert wird sie dabei nicht nur mit der Frage, was Jüdischsein in Deutschland heute bedeutet, sondern auch mit ihrer liebenswert-nervigen Familie, die einen guten Vorwand gefunden hat, sich der Reise spontan anzuschließen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.01.2009

Sehr charmiert zeigt sich die Rezensentin Marion Löhndorf von diesem Debütroman der 1981 geborenen russischdeutschen Autorin. Mit großer Leichtigkeit lasse Anna Gorelik hier unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinandertreffen - aber so, dass nicht in erster Linie Konflikte entstehen, sondern so, dass die Figuren in der Begegnung mit den anderen eine Veränderung und Bereicherung erfahren. Konkret gesagt: Die zum guten Leben sehr viel eher als zu Kritik und Tiefsinn neigende Ich-Erzählerin Anja sieht sich mit Julian konfrontiert, der ebenso wie sie jüdische Wurzeln hat, diesen aber, anders als sie, mit großer Ernsthaftigkeit nachzuforschen beginnt. Gorelik verliere, wenn sie Anjas Veränderung schildert, weder "Witz" noch leise "Distanz" zu den handelnden Personen. Die "gute Laune", die hier verbreitet wird, hat die Rezensentin offenkundig angesteckt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.08.2007

Hingerissen zeigt sich Rezensentin Yvonne Gebauer von Lena Goreliks Roman "Hochzeit in Jerusalem". So wunderbar leichtfüßig wie die Autorin erzählen kann, hätte sie gerne einfach immer weiter gelesen. Gespannt folgt sie der Geschichte um eine seit ihrer Kindheit in Deutschland lebende russische Jüdin namens Anja, die zusammen mit Julian, der gerade erfahren hat, dass sein Vater Jude ist, auf eine Hochzeitsfeier nach Israel fliegt, wo die beiden Anjas furchtbar nette, liebenswerte und nervige Verwandtschaft kennen lernen. Besonders gefallen hat Gebauer der leichte und unbekümmerte Ton, mit dem Gorelik das turbulente Treffen der Verwandtschaft in Israel schildert, bei dem alle drauf los reden und ungefragt ihre Geschichten zum Besten geben.

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