Aus dem Nachlass herausgegeben von Walter Zimmermann. Bemerkungen zur Musik ziehen sich durch Wittgensteins gesamtes Werk. Das Hören einer Melodie und die Unmöglichkeit, ihren Eindruck zu beschreiben, beschäftigte den Philosophen im Zuge seiner endlosen Versuche, sich über den Charakter des Verstehens und des Meinens klar zu werden. Ob der Wechsel einer Tonart mit der Veränderung des Gesichtsausdrucks vergleichbar ist oder ob Musik überhaupt etwas mitteilt - durch die Hintertür der philosophischen Untersuchung kommt Wittgenstein ihrem Sprachcharakter auf die Spur. Der Komponist Walter Zimmermann hat die Notizen thematisch geordnet und aus Stichwörtern wie "Gesang", "Grammophon", "Harmonik" bis "Stille", "Thema" und "Töne" ein musikalisches Wittgenstein-ABC geschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2022
Rezensent Helmut Mayer findet diese von Walter Zimmermann besorgte Anthologie mit Texten aus Ludwig Wittgensteins Nachlass alles andere als zielführend. Unter den von Zimmermann angeführten Lemmata wie "Grammophon", "Hören" oder "Klänge" stößt der Rezensent auf Texte, in denen Wittgenstein etwa über den Schmerz nachsinnt und dabei den Begriff "Klänge" verwendet. Viel mehr gibt der Eintrag für Mayer in Sachen Musik nicht her. So schlägt sich der Rezensent durch mehr oder weniger interessante, vom Herausgeber nicht weiter kommentierte Aufzeichnungen. Als Betrachtung zur Musik aber möchte Mayer kaum eine von ihnen gelten lassen.
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