Aus dem Amerikanischen von Klaus Hoffer. Die Erzähler Franzen und Foer sind die größten Bewunderer Lydia Davis', sie ist eine der originellsten Köpfe der amerikanischen Literatur. Die Meisterin der kurzen Form nimmt in ihren Erzählungen, die manchmal nur zwei Zeilen lang sind, witzig und ungeheuer klug die Abenteuer des Alltags in den Blick. Egal ob sie von Reisen, Essgewohnheiten oder verflossenen Männern erzählt, mit Davis ist man stets mitten im Leben - heiter, nachdenklich, praktisch und immer mit einem philosophischen Augenzwinkern.
René Hamann spricht ganz frei von der Seele: "Ich mag Lydia Davis" - und dem deutschen Lesepublikum empfiehlt er mit Nachrdruck, diese Schriftstellerin, die stets zu sehr in den Schatten jener Männer stand, mit denen sie zusammen war, die sie übersetzt hat oder die sie bewundern, nun endlich einmal wirklich für sich zu entdecken. Der vorliegende Band bietet hierfür eine willkommene Möglichkeit, bietet er doch zum schmalen Preis einen gelungenen Querschnitt durch das nahezu ausschließlich aus Kurz- und Kürzestgeschichten bestehende Schaffen der Autorin, so der Kritiker. Die Themen der Storys sind zwar mitunter "spröde und fast banal", auch neigt die Autorin zum Anekdotischen, doch der sanfte Hang zum Akademischen kennzeichnet Davis' Geschichten stets als etwas Besonderes, schwärmt der Rezensent: Sie erzähle kleine Partikel aus der "Echtwelt des Hier und Jetzt", die im Leser weiterarbeiten.
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