Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2008
Karl Moersch kann nichts Schlechtes finden an diesen Memoiren eines Zahnarztes aus Bad Godesberg, der ausführlich über sich und die Prominenten, mit denen er in seinem Leben in Kontakt gekommen ist, berichtet. Verzweifelt sucht der Leser dieser Rezension nach Anzeichen der Ironie, wahrscheinlich ist sie sehr, sehr fein. Sorgfältig listet Rezensent Moersch auf, von wem Zahnarzt Dr. Manfred Freise alles Post bekommen hat (Kissinger, Clinton, Benedikt VXI), schweigt sich über den Inhalt und ihre Relevanz allerdings aus. Erwähnung ist ihm allerdings wert, dass Kissinger in die Anrede "Dear Dr. Freise" setzte, während Clinton "Dear Manfred" schrieb. Freises politische Bedeutung belegt Moersch mit einer Erwähnung im "Bonner Generalanzeiger" aus dem Jahr 1958 und mehreren bezahlten Anzeigen für die FDP ebendort. Auch ein freundliches Zitat von Hans-Dietrich Genscher weiß der Rezensent noch anzubringen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…