Anatol flieht aus der Provinz in die Stadt. Er hat sich allen Versuchen seiner Eltern, Lehrer und anderer gutmeinender Erwachsener widersetzt, einen 'ordentlich arbeitenden' Menschen aus ihm zu machen. Von seinem eigentlichen Ziel, Schriftsteller zu werden, wissen nur die Freunde in der Stadt, die ihm in ihrer Wohnung Zuflucht gewähren. Vor allem Edwin, ein engagierter Journalist, kümmert sich um den Novizen Anatol. Er bringt ihm die schwierige städtische Kulturszene nahe: ein undurchdringliches Geflecht von Zweckbeziehungen und ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Die etablierten Künstler, Kulturfunktionäre und ambitionierten Mitläufer treffen sich täglich in einer verräucherten Kneipe. Mühsam versucht Anatol, Kontakt mit den Schlüsselfiguren der Szene aufzunehmen, von deren Gnade es abhängt, ob sein erster Text gedruckt wird.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…