Der Komponist als Literat. Manfred Trojahn verkörpert diesen Künstlertypus auf ideale Weise. Als einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Komponisten hat er seit je das eigene Komponieren sprachlich zu fassen und zu erläutern versucht. Als begleitende Skizzen zur künstlerischen Entwicklung sind diese Texte vorab subjektiv gefärbt. Darüber hinaus aber ist Trojahn immer daran interessiert, seine Arbeit in Kontexte einzubinden, d.h. seine Positionen in Beziehung zu übergreifenden Tendenzen zu klären.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2007
Kristina Maidt-Zinke schätzt den Komponisten Manfred Trojahn als eigensinnigen, wortmächtigen und sehr produktiven Menschen, und es enttäuscht sie auch diese Sammlung von Texten über die verschiedensten Themen nicht. Sie lobt sie als unterhaltsam und klug und ist sich sicher, dass jeder Musikliebhaber diese Texte über Kunst, Biografisches oder Gegenwart und Geschichte lohnenswert finden wird. Denn Trojahn sei trotz einer gewissen Egozentrik, die er selbst nicht verschweigt, eben ein sehr gebildeter, mitreißender Erzähler, der genau beobachte und pointiert urteile, lobt Maidt-Zinke.
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