Manche sagen: Wenn Mütter ihren Kindern antipatriarchales Wissen vermittelten, hätten wir dank der nächsten Generationen schnell Gleichberechtigung. Dass es so einfach nicht ist, davon handelt dieses Buch. Denn während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Wie gehen wir in Familie und Gesellschaft damit um? Wie schaffen wir es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen? Und was muss geschehen, damit Männer Verbündete werden?
Rezensentin Hannah Lühmann hat einiges auszusetzen an diesem Essay der Autorin Mareike Fallwickl. Zum einen findet sie die Briefform beengend und die Adressatin, die 49-jährige Regisseurin Joride Dröse, eigentlich nicht wirklich geeignet, um neue Perspektiven auf den Feminismus zu öffnen (Warum nicht einen jüngeren Mann adressieren?). Zum anderen gelangt die Autorin laut Lühmann nicht über die gängigen Analysen hinaus. Die durchaus aktuelle Forderung nach einem neuen Feminismus des Miteinanders wird im Buch selbst für Lühmann eher nicht eingelöst.
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