Aus dem Englischen von Susanne Klockmann. "Wir dürfen", so tönt es spätestens seit dem Angriff der USA auf den Irak von überall her, "nicht in Amerikafeindlichkeit verfallen". Auch der artigste Appell aber schafft die Tatsachen nicht aus der Welt. Und Tatsache ist, daß viele Menschen Amerika hassen: nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in den Entwicklungsländern und Europa. Speist sich der allgegenwärtige Haß auf Amerika nur aus dem Ressentiment der Dummen, Unfähigen und Zurückgebliebenen dieser Welt? Oder wird er durch die ungezügelte Dominanz der ersten "Hypermacht" der Geschichte geradezu herausgefordert? Sardar und Davies untersuchen die globalen Auswirkungen der militärgestützten Außenpolitik, der neoliberalen Wirtschaftsmacht und der populärkulturellen Hegemonie der USA. Sie kontrastieren diese Auswirkungen mit dem amerikanischen Selbstbild.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2004
Detlef Junker stellt in einer kurzen Sammelbesprechung mehrere Bücher, die sich den kontraproduktiven Aspekten der amerikanischen Politik widmen. Ziauddin Sardar und Merryl Wyn Davies widmen sich der gewaltigen Kluft zwischen amerikanischer Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die Ablehnung, die die USA weltweit erfahren, klären die beiden Autoren laut Junker dabei mit ihrem tatsächlichen und vermuteten Einfluss, aber auch mit dem "manichäischen Weltbild", das die Welt und Gut und Böse aufteile, sowie mit der Definitionsmacht der Hypermacht USA, die als einzige festlegen könne, was Freiheit, Menschenrechte und Demokratie seien.
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