Neunzehn Hijacker schaffen es, mit Teppichmessern vier Flugzeuge zu entführen, die Luftabwehr stundenlang am Boden zu halten und drei Wolkenkratzer zu pulverisieren. Die Kommission zur Klärung der Ereignisse legt einen Abschlussbericht vor, der in keinem Punkt einer staatsanwaltlichen Prüfung standhält und zu dem selbst die Kommissionsmitglieder Abstand nehmen. Wie kann das sein? Die Autoren Mathias Bröckers und Christian C. Walter beweisen, dass es sich bei der offiziellen Version lediglich um eine Hypothese handelt, um eine Theorie ohne stichhaltige und eindeutige Beweise. Sie zeigen die vielen Ungereimtheiten und Widersprüche auf, unterscheiden Fakten von Fiktionen, Aufklärung von Desinformation, Ermittlungen von Vertuschungen. Und sie belegen, dass wir uns alle von der hohen Schule der Massenmanipulation und Medienmagie für dumm verkaufen lassen, wenn wir weiterhin der offiziellen Version glauben, die Al Qaida und Bin Laden für die Anschläge verantwortlich macht, statt die wahren Schuldigen zu belangen.
Ziemlich schnell entledigt sich Jörg Lau in seiner Besprechung der Neuerscheinungen zum 11. September dieser Verschwörungsfibel, die der Oberparanoiker Mathias Bröckers zusammen mit Christian Walther produziert hat. Die beiden gehen seit Jahren mit ihrer Fantasie hausieren, dass hinter den Anschlägen auf das World Trade Center in Wahrheit westliche Geheimdienste steckten, und Lau kann in ihrem jüngsten Buch gegenüber früheren Versionen keine neuen Erkenntnisse entdecken, so dass er allein eine auf den Jahrestag ausgerichtete Geschäftemacherei hinter dieser Machwerk vermutet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.07.2011
Seit Jahren arbeitet der Journalist Mathias Bröckers daran, die vermeintlich große Verschwörung vom 11. September aufzudecken und westliche Geheimdienste für sie verantwortlich zu machen. Franziska Augstein hat angesichts solcher verschwurbelter Theorien keine Berührungsängste und bescheinigt Bröckers und seinem Koautor Christian Walther, im vorliegenden Buch sehr großen Wert auf Sorgfalt und seriöse Quellen zu legen. In ihren Augen werfen die Autoren wichtige Fragen auf und tragen eine Reihe Merkwürdigkeiten zusammen, die Zweifel an der offiziellen Version stärkten. Dass der offizielle Untersuchungsbericht der 9/11-Commission viele Punkte ausblendet, wird für sie ebenso deutlich wie der Umstand, dass der Kommission von Seiten der Geheimdienste etliche Protokolle, Papiere und Berichte vorenthalten wurden. Für Augstein also ein "hochinteressantes" Buch, das sie "nachdenklich stimmt". Wie sie es schafft, in der gleichen Kritik auch Bernd Greiners Buch "9/11" zu loben, das genau solche Verschwörungstheorien erledigt, ist rätselhaft.
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