Aus dem Englischen von Jan Wagner. "Als ich die Strickleiter hinaufstieg im Dunkeln, / wußte ich nicht, wohin die Reise ging, / nur eben dies: hinauf." Wer sich Matthew Sweeneys Gedichten anvertraut, kann nie wissen, wo er landet, in Grönland oder im Inneren eines gigantischen Rotkohls, und ob nicht gleich ein singendes Pferd oder eine gläserne Nixe um die Ecke biegt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.10.2017
Rezensent Nico Bleutge bewundert das rhythmische Verständnis, die sinnliche Form in den Gedichten von Matthew Sweeney. Die von Jan Wagner laut Rezensent mitunter etwas altbacken übertragenen Texte begeistern Bleutge vor allem, wenn der Autor auf Pointen verzichtet und sich ganz auf das Gefüge aus surrealen Elementen konzentriert oder seine Verse sich detailreich verzweigen lässt. Anders als im ersten deutschsprachigen Sammelband mit Arbeiten Sweeneys begegnet dem Rezensenten diesmal nicht die irische Heimat des Dichters, sondern Tiere, Zwerge und Prinzessinnen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…