Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann uund Stefanie Gerhold. Herausgegeben und kommentiert von Mercedes Figueras.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2002
Beeindruckend, weil erschütternd, liest sich für Kersten Knipp der fünfte Band in Max Aubs Romanzyklus "Das Magische Labyrinth" über das französische Internierungssystem. Darin greife der Autor, wie Knipp nachzeichnet, auch seine persönlichen Erfahrungen auf: die Flucht vor Francos anrückenden Truppen und wie er letztlich doch in französischen und algerischen Konzentrationslagern landete, bis er nach Mexiko kam. In seinem Roman fange Aub "die Ängste der Opfer und ihre gleichzeitige Reduzierung auf anonyme Verwaltungsfälle" ein, schreibt der Rezensent. Besonders beklemmend illustrieren für ihn auch die eingestreuten Wochenschauabschnitte, Zeitungsschlagzeilen und Filmszenen die Situation in den Lagern. Dass ein Mensch angesichts einer solch schmerzvollen persönlichen Vergangenheit nur die Wahl habe zwischen der zukünftigen "Schärfung des politischen Bewusstseins" und einer "Radikalisierung" im Denken, merke man dem Text aber an, bemängelt Knipp und nennt damit den einzigen kleinen Einwand gegen das ansonsten offenbar grandiose Werk.
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