Michael Sommer

Schwarze Tage

Roms Kriege gegen Karthago
Cover: Schwarze Tage
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406767203
Gebunden, 368 Seiten, 26,95 EUR

Klappentext

Mit 8 Abbildungen und 5 Karten. Sommer 216 v.Chr. - der Karthager Hannibal hat in einem strategischen Coup die Alpen überquert und dezimiert in einer Serie von Schlachten die römischen Truppen. Der Name CANNAE, wo mindestens 50 000 Legionäre den Tod gefunden haben, steht wie ein Menetekel über Rom. Droht den Römern ein weiterer dies ater, ein neuerlicher schwarzer Tag? - Doch als die letzte Schlacht der Punischen Kriege geschlagen ist, liegt Karthago in Trümmern, und Rom beginnt seinen Aufstieg zum Weltreich.  "Ich habe Angst vor der Zukunft, dass vielleicht einmal ein Anderer unserer Vaterstadt dasselbe Urteil spricht", so soll der Feldherr Scipio im Jahr 146 unter Tränen zu dem Historiker Polybios gesprochen haben, als er in die brennenden Ruinen Karthagos blickte. Er selbst hatte den Befehl gegeben, die antike Metropole, die über Jahrhunderte hinweg den Gang der Geschichte am Mittelmeer maßgeblich geprägt hatte, in Schutt und Asche zu legen. Siebzehn Tage soll Karthago gebrannt haben. Die Stadt wurde damals vollständig zerstört, ihre Stätte verflucht; die überlebenden Bewohner wurden in die Sklaverei verkauft. Seinen Soldaten gestattete der Oberbefehlshaber wegzuschaffen, so viel sie eben tragen konnten. Die Epoche, die mit dem Ausbruch des Ersten Punischen Krieges 264 begann und mit der Zerstörung Karthagos ihren Abschluss fand, ist die dynamischste Phase der Geschichte nicht nur der römischen Republik, sondern der gesamten antiken Mittelmeerwelt. In ihrer machtpolitischen Architektur blieb damals buchstäblich kein Stein mehr auf dem anderen, und auch die innere Struktur der römischen Gesellschaft wandelte sich von Grund auf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2021

Rezensent Simon Strauß hat Respekt für die Zurückhaltung Michael Sommers bei seiner Darstellung des Krieges zwischen Rom und Karthago. Nüchtern schildert der Autor laut Strauß die Ereignisse und montiert die Quellen höchstens zu einer Fallstudie über die Struktur von Machtverhältnissen. Keine Theorie, keine Thesen oder Suspense, stellt der Rezensent fest. Auch auf eine subjektive Einschätzung des Geschilderten verzichtet der Autor bescheidenerweise, staunt er.
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