Aus dem Amerikanischen von Bernhard Schmid. Das Softwareunternehmen Palantir vertreibt eine der weltweit leistungsstärksten Technologien zum Sammeln von großen Datenmengen. Damit handelt Palantir mit Informationen, die westliche Demokratien schützen sollen, aber auch ihren Zusammenbruch herbeiführen könnten. An der Spitze des Unternehmens steht der unkonventionelle CEO und Mitbegründer Alex Karp, der in Sozialtheorie promovierte und überraschende politische und philosophische Ansichten vertritt. Erstmalig hat Michael Steinberger vom New York Times Magazine exklusiven Zugang zu Alex Karp und beleuchtet in seinem Buch die Wahrheit hinter der öffentlichen Fassade dieses Mannes.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 24.12.2025
Rezensent Jens Balzer blickt mit diesem Buch interessiert auf das Leben des Tech-Oligarchen Alex Karp, dessen Firma Palantir regelmäßig für Schlagzeilen sorgt. Mit Autor Michael Steinberger, der viel recherchiert und auch ausgiebig mit Karp gesprochen hat, zeichnet Balzer nach, wie aus dem aus einem linksliberalen Milieu stammenden, bei Habermas studierenden Liberalen ein Tech-Magnat wurde, der inzwischen gemeinsame Sache mit Donald Trump macht. Balzer weist entlang der Lektüre darauf hin, dass der Einsatz der Palantir-Technologie, die die Analyse großer Datenmengen ermöglicht, insgesamt ambivalent zu bewerten ist: in den Händen der Trumpschen Abschiebebehörde ICE richtet sie viel Schaden an, in der Ukraine rettet sie Menschenleben. Karp selbst, dessen persönlicher Hintergrund jüdisch und afroamerikanisch ist, hat, rekonstruiert Balzer, vor allem den 7. Oktober 2023 als Zäsur erlebt und schimpft seither an der Seite der Rechten gegen liberale Migrationspolitik. Da ist jemand falsch abgebogen, ärgert sich Balzer - Steinberger scheint das ähnlich zu sehen -, der Gedanke, dass einer wie Karp über derartig viel Techno-Macht verfügt, behagt dem Rezensenten nicht.
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