Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518128695 Taschenbuch, 213 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Die von Elon Musk ins Leben gerufene Abteilung für Regierungseffizienz, DOGE, war nur die Spitze des Eisbergs. In den letzten Jahren hat das Silicon Valley die Macht in den USA übernommen. Meta, Palantir & Co. bestimmen jetzt, wer reguliert, ja, wer regiert. Günstlinge der Tech-Milliardäre durchsetzen den Verwaltungsapparat. Energiepolitik wird fast nur noch für die Kryptobranche und KI-Startups gemacht. Und die anti-woke Agenda der Titanen münzt Trump eins zu eins in Dekrete um. In Investorenmeetings und in Hörsälen, in Science-Fiction-Büchern, Fortpflanzungskliniken und in Sadomaso-Kellern spürt Adrian Daub dem nach, was für diese Konzerne, was für ihre Lenker, Dominanz bedeutet. Sie haben die Herrschaft an sich gerissen. Aber verstehen sie überhaupt, was herrschen ist?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.03.2026
Rezensent Harald Staun bespricht zwei Bücher über die Herren des Silicon Valles: "Muskismus" von Quinn Slobodian und Ben Tarnoff widmet er kaum mehr als einen Satz, vielleicht, weil sie Elon Musk nicht nur als unreifen Aufschneider begreifen, sondern ihm auch "unterschätzte Qualitäten" zusprechen. Adrian Daubs sehr viel pessimistischeres Buch "Was das Valley herrschen nennt" findet Staun hingegen überzeugend und aufschlussreich. Er beschreibt, wie Daub der als Stanford-Professor die Machtübernahme von Tech-Milliardären wie Elon Musk und Mark Zuckerberg aus nächster Nähe beobachtet hat, deren kindliche, unreife Auftritte als Spiegel gesellschaftlicher Projektionen entlarvt, während sie ihre fragile Männlichkeit mit nihilistischer Herrschaft verknüpfen. Besonders gelungen findet der Rezensent Daubs These, dass diese "Creeps" durch ewige Adoleszenz und Unreife - wie bei unfertigen Technologien - echte Kontrolle simulieren, ohne sie zu verstehen, was sie gefährlich für Demokratie und Staat mache. Staun sieht mit Daub nur die Gefahren einer planlosen Disruption, Chancen kann er nicht erkennen.
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