Michaela Lindinger

Hedy Lamarr

Filmgöttin - Antifaschistin - Erfinderin
Cover: Hedy Lamarr
Molden Verlag, Wien 2019
ISBN 9783222150395
Gebunden, 256 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Hedy Lamarr (1914-2000): Ein Teenager aus Döbling wurde in den 1930er-Jahren durch "skandalöse" Nacktszenen und die erste Darstellung eines weiblichen Orgasmus in der Filmgeschichte zum Arthouse-Filmstar. In Hollywood stieg sie kurzfristig zur größten Leinwandgöttin aller Zeiten auf.  Als Jüdin und Hitler-Gegnerin erlebte sie die Zäsuren und Brüche fast des gesamten 20. Jahrhunderts. Heute gilt sie als "Mrs. Bluetooth".

Die Historikerin Michaela Lindinger entkräftet auf Basis neuer Quellen gängige Klischees und Falschinformationen, porträtiert eine Frau mit Ecken und Kanten und zeichnet so ein völlig neues Bild der ehemals "schönsten Frau der Welt".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.12.2019

Susan Vahabzadeh liest bei Michaela Lindinger Wissenswertes über die einst schönste Frau der Welt. Dass Hedy Lamarr auch Erfinderin im antifaschistischen Kampf der USA gegen Hitler war, lernt die Rezensentin gleich zu Beginn des Buches, auch wenn die Autorin damit verbundene Legenden abkanzelt. Lamarrs windungsreichen Weg nach Hollywood zeichnet das Buch laut Vahabzadeh ebenso nach wie das Ende ihrer Karriere, ihre Süchte und Ehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2019

Bert Rebhandl hält Michaela Lindingers Biografie der Schauspielerin Hedy Lamarr für ergänzungsbedürftig. Weder kann ihm die Autorin die im Untertitel aufgerufenen Aspekte von Lamarrs Persönlichkeit überzeugend auseinandersetzen, noch scheint sie ihm genügend Sinn für filmhistorische Nuancen zu haben, um Lamarrs Rollen erschöpfend zu erörtern. In Sachen psychologischer Deutung bleibt der Band ebenfalls hinter Rebhandls Erwartungen zurück, wenn Lindinger Lamarrs hürdenreichen Weg in Hollywood beschreibt. Für den Rezensenten eine Populärbiografie mit besonderem "Akzent auf Modethemen", die ihn einen vielschichtigen Blick auf Lamarrs Leben und Wirken erst so richtig ersehnen lässt.
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