Michio Kaku

Die Physik des Bewusstseins

Über die Zukunft des Geistes
Cover: Die Physik des Bewusstseins
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2014
ISBN 9783498035693
Gebunden, 544 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Träume, die auf Video aufgenommen werden, Schreiben per Gedankensteuerung, Querschnittgelähmte, die Gliedmaßen wieder bewegen können - das alles gibt es schon. In den vergangenen 15 Jahren ist durch die Erfindung der Kernspintomografie eine Verbindung von Physik, Technik und Hirnforschung entstanden, die unser Wissen über Gehirn und Bewusstsein im Eiltempo gesteigert hat. Mit Hilfe komplexer Rechner und Maschinen werden wir in fernerer Zukunft Gedanken direkt aufzeichnen können, Musikstücke komponieren zum Beispiel oder Bücher verfassen. Via Internet könnten wir von Bewusstsein zu Bewusstsein kommunizieren. Es wird möglich sein, fremde Erinnerungen auf unser Hirn zu spielen und gute oder schlechte Gefühle. Unser Begriff von Bewusstsein und Intelligenz selbst wird sich verändern. Wir stehen am Anfang einer wissenschaftlich-technischen Revolution, wohin wird sie uns führen? Michio Kaku hat sorgfältig recherchiert und dazu rund 300 Experten befragt. Manche denken weit voraus: Nicht auszuschließen, dass sich dereinst das Bewusstsein ganz vom Körper lösen lässt, um vielleicht auf fremden Planeten spazieren zu gehen. So faszinierend solche Entwicklungen sind, es wird schon jetzt Zeit, sie ethisch und politisch zu ordnen, erklärt der weltbekannte Physiker.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2014

Rezensent Helmut Mayer freut sich, dass mit "Die Physik des Bewusstseins" nun ein neues Buch von Michio Kaku auf Deutsch vorliegt. Der Professor der theoretischen Physik, der nicht nur an der New Yorker City University lehrt, sondern sein Wissen auch in Büchern und Fernsehsendungen einem größeren Publikum verständlich erklärt, untersuche hier die Möglichkeiten von Technologien, die an das Gehirn ankoppeln, berichtet der Kritiker. Er folgt hier einer ganzen Reihe von Science-Fiction-Szenarien, in denen sich Kaku ausmalt, wie die endgültige Trennung des Geistes vom Körper aussehen könne: Irgendwann werde wohl das Schlüpfen in Lebensläufe möglich sein, liest der Rezensent. Allerdings muss er gestehen, dass ihm bei Kaku die Hoffnungen und Versprechungen der neuen Technologien allzu sehr im Vordergrund stehen. Gern hätte er auch etwas über die Risiken und gesellschaftlichen Folgen gelesen.
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