Hans Goller

Das Rätsel von Körper und Geist

Eine philosophische Deutung
Cover: Das Rätsel von Körper und Geist
Primus Verlag, Darmstadt 2003
ISBN 9783896784810
Kartoniert, 176 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Ist unser Bewusstsein vollständig aus den physiologischen Prozessen im Gehirn erklärbar und unsere Willensfreiheit nur eine Illusion? Wie ist die Beziehung zwischen Geistigem (Denken, Fühlen, Wollen) und der materiellen Welt denkbar? Hans Golle rstellt die Ergebnisse der Hirnforschung und empirischen Psychologie gut verständlich dar und zeigt, dass das "Rätsel von Körper und Geist" nicht allein durch die Neurowissenschaften gelöst werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2003

Ein Buch, lobt Christian Geyer, das "nüchtern macht" und "das Mütchen erhitzter Neurophilosophen" kühle; ein Buch also, das - zudem "fachlich überaus versiert" - sich wie eine "Kartografie der Grenzen unseres Verstehens" lese. Denn Hans Goller, erklärt Geyer, konterkariere hier "gewisse Exzesse" einer "heiß gelaufenen Hirnforschung", die den Menschen, "im Stil der Gehirn-Mythologie des neunzehnten Jahrhunderts", als "unfreie neuronale Maschine" zeichne und daraus Konsequenzen für unter anderem die Rechtsprechung und die Erziehung fordere. Goller, so erfahren wir weiter, beharrt darauf, dass es in der Hirnforschung eine fundamentale "Erklärungslücke" gebe: Wir haben, zitiert ihn Geyer, "nicht die geringste Ahnung", wie das bewusste Erleben aus den von der Hirnforschung erforschten Hirnprozessen hervorgeht. Es gelinge ihr allein Bewusstseinsphänomene mit neuronalen Vorgängen "zu korrelieren", fasst Geyer Gollers zentralen Punkt zusammen, wie das Gehirn Bewusstsein "hervorbringt", bleibe dabei jedoch unbeantwortet, das Zusammenspiel von Körper und Geist ein Rätsel. Niemand wisse also etwa, warum wir überhaupt Erlebnisse haben. Zur Veranschaulichung fragt, wie wir von Geyer noch erfahren, der Autor dann etwa: "Warum verläuft nicht die gesamte Informationsverarbeitung im Gehirn unbewusst?"
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