Negar Djavadi

Die Arena

Roman
Cover: Die Arena
C.H. Beck Verlag, München 2022
ISBN 9783406791260
Gebunden, 463 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von von Michaela Meßner. Benjamin Grossman hat es geschafft, so glaubt er: Einst in einem Pariser Problemviertel aufgewachsen, ist er als Europachef des amerikanischen Streaming-Anbieters BeCurrent, vergleichbar mit Netflix, in die Stadt zurückgekehrt. Ein kleiner, banaler Fehler zieht aberwitzige Folgen nach sich: Er verliert sein kostbares Handy - mit George Clooneys Privatnummer! - oder wurde es ihm gestohlen? Der Junge, den er als Dieb verdächtigt und gegen einen Eisenzaun geschubst hatte, wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. War er Schuld daran? Eine junge, türkischstämmige Polizistin tritt dem Toten, den sie für betrunken hält, in die Seite. Ein zusammengeschnittenes Video davon geht viral: Ganz Paris, die dauererregte Stadt der sozialen Gegensätze, der Reichen und Geflüchteten, der Migranten und Medienmogule, ist in Aufruhr - und die sozialen Medien wirken als Brandbeschleuniger. In einer Art Victor Hugo-Roman 2.0 über Paris als eine Weltstadt des radikalen Wandels erzählt Négar Djavadi in dieser Geschichte von Menschen unter Druck, von Siegern und Besiegten, von einer Jugend, die keinen Schutz mehr zu genießen scheint, und von einem Erfolgszwang, der immer neue Opfer fordert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 04.08.2022

Rezensent Dirk Fuhrig liest gebannt Négar Djavadis "Die Arena". Die 1969 im Iran geborene und seit ihrem elften Lebensjahr in Paris lebende Autorin zeigt darin die verschiedenen aktuellen Konflikte in Paris und seinen Vororten auf. Hier geht es um soziale Unterschiede, vermeintliche Polizeigewalt, islamistische Prediger und den Einfluss der Sozialen Medien, erklärt Fuhrig. Klar, das kann konstruiert wirken, aber es zeigt auch die Vielfältigkeit der Probleme auf und zeigt, dass es nicht nur eindeutig gut oder böse Menschen gibt, meint der Rezensent. Ein mitreißender und hochaktueller Roman, schließt er.

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