Was ist bloß mit Mama los?
Fridi versteht die Welt nicht mehr. Ihre Mutter benimmt sich immer sonderbarer: Sie sitzt die halbe Nacht im Sessel und starrt in die Dunkelheit, sie bleibt lieber im Bett liegen, als mit Fridi und ihrem Vater zu frühstücken, und manchmal läuft sie den ganzen Tag im Nachthemd herum. Als ihre Mutter gar nicht mehr aus dem Schlafzimmer kommen will, glaubt auch Fridi wie Valerie und die anderen, dass ihre Mutter verrückt geworden ist. Doch dann verrät ihr der Vater ein Geheimnis: Ihre Mutter ist eine Fee in der Welt der Menschen, sie ist ein Wesen der Dunkelheit, die von Zeit zu Zeit in ihrer eigenen Welt lebt. Erst kann Fridi auch das nicht glauben, doch nach und nach beginnt sie die Krankheit ihrer Mutter zu verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2018
Andreas Platthaus empfiehlt das Bilderbuch von Nikola Huppertz (Text) und Tobias Krejtschi (Bild). Zu lesen ist laut Platthaus, wie das Leben mit Depression eine Familie prägt und wie es zu meistern ist. Mit Fantasie nämlich, lernt der Rezensent, der nicht weiß, worüber er mehr staunen soll, über die schönen, melancholischen Bilder im Buch oder das energische Mädchen, das ganz eigene Wege findert, um mit der Krankheit der Mutter umzugehen. Gut gefällt Platthaus ferner, dass die Autoren nichts beschönigen, sondern den Betrachter die imaginäre Welt der Familie nachvollziehen und nach subtilen Anzeichen für Besserung suchen lassen.
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