Gab es eine Ursprache wie im Turmbau zu Babel behauptet? Ist Jugendsprache eine eigene Sprache? Wie entziffert man Geheimschriften und wie clever sind Sprachcomputer? Anhand dieser und anderer Leitfragen präsentiert Nikolaus Nützel Interessantes und Verblüffendes rund um das Thema Sprache und erzählt in kleinen Geschichten ganz Erstaunliches: von Troja- Entdecker Heinrich Schliemann, der 30 (!) Sprachen beherrschte, vom letzten Sprecher der alten Sprache Manx, vom geheimnisvollen Voynich-Manuskript, das bislang niemand entschlüsseln konnte, aber auch von Harry Potter und den Tücken des Übersetzens oder vom Keltisch sprechenden Asterix ... Mit Beispielen, Tabellen und Sprachproben sowie mit Chiffrier-Tabellen im Kapitel Geheimsprachen
Ulrich Greiner ist "ein ganzes Stück schlauer geworden" von diesem "ebenso amüsanten wie lehrreichen" Kinderbuch von Nikolaus Nützel. Darin spürt der Autor der Sprache oder der Schrift nach und zeigt auch auf, welche historischen Veränderungen diese erfahren haben. All das erscheint dem Rezensenten nach der Lektüre "wie ein großes Wunder, das wir nun ein bisschen besser verstehen". Auch die Frage nach der Verständigung zwischen Tieren beantworte der Autor auf solch "unterhaltsame und sachkundige Weise", dass Greiner die Entscheidung der ZEIT-Jury, die dieses Buch jüngst mit ihrem monatlich verliehenen Luchs-Preis ausgezeichnet hat, nur allzu gut nachvollziehen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2007
Mit Begeisterung hat Hans-Martin Gauger dieses Sachbuch von Nikolaus Nützel über die Sprache für Kinder und Jugendliche gelesen. Sowohl die Aufmachung des Buchs als auch sein Inhalt haben ihn rundum überzeugt. Eine ganze Reihe von spannenden Fragen zur Sprache sieht er beantwortet: Seit wann sprechen Menschen und können Tiere das auch? Gibt es eine Ursprache? Dazu Informationen zur Anzahl der Sprachen, zur Erfindung der Schrift, zur Bedeutung von Sprachen oder zu Geheimsprachen. Gauger bescheinigt dem Autor, "gut informiert" zu sein, und lobt seine einfach und verständlich geschriebene Darstellung. Als Einführung in die Sprachwissenschaft scheint ihm das Werk zwar nicht geeignet. Schon weil es ihren Gegenstand nur zum Teil berührt und auch weil es Sachverhalte gelegentlich vereinfacht. Gleichwohl aber hat Gauger das Buch mit Gewinn gelesen. Schließlich konstatiert er freudig: "So gut hat uns selten einer die Sprache erklärt."
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