Nina J. Easton, Michael Kranish, Brian C. Mooney

John F. Kerry

Der Herausforderer
Cover: John F. Kerry
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2004
ISBN 9783871345210
Gebunden, 335 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober, Annette Meyer-Prien und Henning Thies. Er ist ein Hoffnungsträger für viele Menschen, nicht nur in Amerika: Der Demokrat John F. Kerry wird bei den Präsidentschaftswahlen 2004 George W. Bush herausfordern. Und er hat gute Chancen, neuer Herr im Weißen Haus zu werden. Wer ist der "neue JFK"? Die Wurzeln seiner Familiengeschichte sind weitverzweigt: Ein Teil seiner Vorfahren gehörte zum puritanischen Uradel, sein Großvater, ein böhmischer Jude, wanderte vor hundert Jahren nach Amerika ein. Kerry, ein langjähriger Freund des Kennedy-Clans und hochdekorierter Vietnam-Veteran, wurde landesweit bekannt, als er 1971 gegen die Fortsetzung des Krieges in Vietnam protestierte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.09.2004

Dieses Gemeinschaftswerks von Journalisten des "Boston-Globe" hält Norbert Finzsch für den Hecht im Karpfenteich der unzähligen Kerry-Publikationen. Noch die Bebilderung empfindet Finzsch als "liebevoll", und dem deutschen Verlag fällt er beinahe um den Hals, weil es ihm gelungen ist, ein "kongeniales Übersetzerteam" zu finden. Sachlich gesehen stellt das Buch die gebundene Fassung einer siebenteiligen Artikelserie dar, die im "Boston Globe" erschienen ist. Dass "erstklassiger politischer Journalismus", der von "wissenschaftlichem Erkenntnisdrang" gespeist ist, den Rezensenten begeistert, leuchtet ein; aber was will Finzsch uns sagen, wenn er das Buch als "ordentlich gedruckt" preist?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.08.2004

"Insgesamt werden die Europäer mit einem Präsidenten John Kerry wohl weniger Freude haben, als sie hoffen; dafür können die amerikanischen Bürger einige innenpolitische Innovationen erwarten - und sie sind es schließlich auch, die am 2. November wählen müssen." So fasst Rezensent Christoph Fleischmann zusammen, was er aus den vier, von ihm gemeinsam besprochenen aktuellen Biografien des demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry gelernt hat. An dieser Biografie der drei Reporter des Boston Globe, Michael Kranish, Brian Moore und Nina Easton, lobt der Rezensent, dass sie das Leben Kerrys "ohne Beschönigungen und wohltuend sachlich" nachzeichne. Außerdem, so Fleischmann, hätte zwar auch dieses Kerry-Buch, wie alle anderen, schnell geschrieben werden müssen, diesem aber merke man es nicht an, da die Boston-Globe-Reporter auf Vorarbeiten und gute Vorkenntnisse zu "ihrem" Senator aus Massachusetts hätten zurückgreifen können.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.07.2004

Claus Leggewie sichtet in seiner Mehrfachbesprechung all die Bücher über John F. Kerry, die pünktlich zum Start der heißen Wahlkampfphase in den USA auch auf den deutschen Büchermarkt kommen. Politische Analysen oder vergleichende Presidential Studies findet man in keinem der vorliegenden Bücher, bedauert Leggewie, und das entscheidende Urteil über Kerry steht natürlich auch noch aus. Das Porträt des Reportertrios Michael Kranish, Brian C. Mooney scheint ihm etwas zu detailliert geraten, trotzdem empfiehlt er es allen, die es eben genauer wissen wollen.

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