Aus dem Spanischen von Inka Marter. Mit der offenen Schilderung der Ängste, Zustände und Wünsche des heranwachsenden Mädchens und seiner besonderen, manchmal unheimlichen, manchmal exzentrischen Erfahrungen konstruierte Norah Lange die Kindheit einer Avantgardeautorin: experimentierfreudig, genau beobachtend, vielschichtig und märchenhaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2011
Katharina Teutsch entdeckt in den 82 Prosaminiaturen der "Kindheitshefte" von 1937 eine andere, zurückhaltendere Norah Lange als die "exzentrische" und schillernde argentinische Literatin, die schon von Borges hochgelobt wurde, und ist bezaubert. Es sind die zwischen fantastischen Einfällen und Beobachtungsgabe changierenden Eindrücke einer Heranwachsenden gepaart mit der Erzählfreude, die sie später berühmt gemacht hat, stellt die Rezensentin fest. Die Autorin stützt sich hier auf Autobiografisches, so Teutsch, der vor allem gefällt, dass Lange ihre Erinnerungen nicht im Nachhinein als Erwachsene korrigiert oder mit zusätzlicher "Bedeutung" aufwertet.
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