Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2003
Christian Geyer erinnert daran, dass Norbert Hoerster vor Jahren mit seinen Thesen zu Tieren und Babys - die ersten will er unbedingt vor Quälerei bewahren, und die letzteren nicht unbedingt am Leben erhalten - viel Aufregung ausgelöst hat. Hier, so erfährt man vom Rezensenten, hat Hoerster nun "seine Ethik in einer Gesamtschau vorzustellen" versucht. "Verdienstvoll" findet Geyer, dass Norbert Hoerster dabei gegen das Glücksversprechen eintritt, das die Ethik abgebe - denn sie werde landläufig noch immer überschätzt. Und "lesenswert", schreibt der Rezensent weiter, sei dieses Buch schon allein deshalb, weil "in der für den gelernten Juristen Hoerster typischen Art" hier "gängige Begriffsverwirrungen" aufgelöst, "Scheinevidenzen zerstört" und "Fehlschlüsse desavouiert" würden. Die zentrale Aussage von Hoersters Ethik gibt Geyer so wieder: "Eine Moralnorm ist nur insoweit begründet, als ihre soziale Geltung im Interesse der sie vertretenden Individuen liegt." Paradox, ja zuweilen sogar "komisch" sei nur, befindet der Rezensent, dass Hoerster seiner Ethik dann an einigen Stellen genau die Objektivität zuspreche, die er allen anderen "Ethikmodellen" abspreche.
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