Ole Liebl

Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen

Cover: Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen
Harper Collins, Hamburg 2024
ISBN 9783365006283
Kartoniert, 256 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Freundschaft und Sex passen nicht zusammen. So behaupten es zahllose Beziehungsratgeber, romantische Filme und oft auch das eigene Umfeld. Dennoch suchen immer mehr Menschen nach friends with benefits. Traditionelle Familienbilder und das Ideal der einen großen Liebe scheinen mit Erwartungen und Ansprüchen völlig überfrachtet. Ole Liebl blickt auf die Entwicklung und Praxis dieser ungewöhnlichen Beziehungsform. Dabei geht er auf ihre emotionalen und ethischen Konflikte ebenso ein wie auf ihre utopischen Potenziale: Gibt es wirklich kein Entkommen vor der romantischen Norm und ihren Besitzansprüchen? Unterliegen unsere Intimbeziehungen bloßen Marktmechanismen? Welche sexistischen Narrative prägen unsere Vorstellungen von Freundschaft und woher kommen sie? Gibt es eine freundschaftliche Erotik? Und auf welche Weisen erlauben wir uns, freundschaftlich zu lieben?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 09.04.2024

Großartig, wie Ole Liebl hier über Freundschaft und Sexualität nachdenkt, jubiliert Rezensentin Susanne Billig. Durchaus aus eigener Erfahrung und Präferenz heraus, lernen wir, schreibt der Autor und TikTok-Influencer über Möglichkeiten, Freundschaft mit sexueller Intimität zu verbinden. Keineswegs unterschlägt er dabei mögliche Probleme, so Billig, außerdem widmet er sich sowohl den verschiedenen Formen von Freundschaft als auch der Rolle von Sexualität in Beziehungen ausführlich und differenziert. Ruhig und keineswegs übereifrig schreibt Liebl, so die Rezensentin, die besonders das Kapitel über die schwierige Frage des Konsenses beim Sex hervorhebt. Mit so viel Sorgfalt und Wertschätzung kann man also Fragen der Intimität behandeln, freut sich Billig.

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