Olivia Laing

Zum Fluss

Eine Reise unter die Oberfläche
Cover: Zum Fluss
btb, München 2021
ISBN 9783442758654
Gebunden, 384 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Mohr. Über sechzig Jahre nachdem Virginia Woolf in der Ouse ertrunken ist, macht Olivia Laing sich an einem hellen Mittsommermorgen auf den Weg durch Südengland, um dem Lauf des magischen Flusses von der Quelle bis zur Mündung zu folgen. In von Kreidefelsen milchig-grün gefärbten Windungen, an Ufern auf dem Weg Richtung Meer sucht sie nach den Geheimnissen, die Flüsse tragen, verbergen, preisgeben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.08.2021

Für Anna Vollmer ist das zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nun auf Deutsch vorliegende Buch von Olivia Laing über den südenglischen Fluss Ouse viel mehr als romantisierendes Nature Writing. Die Autorin taucht tief in die Archive und schreibt eine Art Biografie des Flusses, seiner Umgebung, Geschichte und Anrainer, darunter einfache Leute, aber auch Virginia Woolf und ihr Mann, erklärt Vollmer. Der Mix aus kritischer, vor dem Klimawandel warnender Landschaftsbeobachtung, Memoir und Essay geht auf, findet Vollmer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.07.2021

Rezensentin Sylvia Staude ist hin und weg von Olivia Laings Wanderung entlang der Ouse. Was die Autorin an "Schwemmgut" so einsammelt, reicht laut Staude von Blumenimpressionen aus den Auen über historische Schlachten an den Flussufern und Nymphengeschichten bis zu Leonard und Virginia Woolf und dem Lallen von Betrunkenen. Weil Laing dabei mäandernd wie der Fluss, gedanklich wach, sprachlich fein und kulturhistorisch wie biologisch kenntnisreich verfährt, wie Staude beglückt feststellt, geht die Rezensentin aus dieser Lektüre äußerst reich beschenkt hervor.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 30.06.2021

Rezensentin Tanya Lieske empfiehlt Olivia Laings Wanderung entlang der Ouse als von Thomas Mohr stilsicher übersetztes "Nature Writing". Die elegante Verknüpfung von persönlichem Schmerz, Naturbeobachtung und Lektüre gelingt Laing laut Lieske weitgehend überzeugend, von gelegentlich auffallendem Drang zur Gelehrsamkeit abgesehen. Allein die Engführung von Landschaftserfahrung und Virginia-Woolf-Lektüren im Buch findet Lieske lesenswert, weil erhellend.

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