Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt. Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat. Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.11.2017
Maike Albath kann aus Paolo Cognettis Bergroman und Vater-Sohn-Geschichte eine Menge herauslesen. Die italienischen Alpen schildert der Autor ihr als vielschichtigen, allerdings weniger romantisch-idyllischen Ort, der Vater-Roman ist bei Cognetti, anders als bei Eribon, wie Albath weiß, kein Triumpf der Jungen über die Alten, sondern bezeichnet einen Wiederanschluss, indem die Kinder aus den Städten in die Bergwelt zurückkehren. Den "eher biederen" Realismus des Romans kann Albath dem Autor verzeihen, bietet er ihr doch außerdem impressionistische Landschaftsbilder, eine funktionierende Dramaturgie und ein Gespür für die Psychodynamik der Figuren. Ein literarischer Coup, findet die Rezensentin.
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