Schon vor zehn Jahren wies Paul Krugman auf die Rückkehr der ökonomischen Missstände hin, die die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre ausgelöst haben. Doch im Boom nach der Jahrtausendwende wurde seine Warnung vergessen. Jetzt steht eine neue Weltwirtschaftskrise vor unserer Tür. In seinem Buch zeigt der Nobelpreisträger, wie die mangelnde Regulierung der Finanzmärkte die Voraussetzungen für eine Rückkehr der Weltwirtschaftskrise schuf. Er legt dar, welche Schritte unternommen werden müssen, damit die Krise eingedämmt und die Weltwirtschaft vor dem Absturz in eine tiefe Rezession bewahrt werden kann.
Da auch bei der aktuellen Wirtschaftskrise wieder geradezu mittelalterliche Vorstellungen von ihren Auslösern aufkämen, findet es Wolfgang Uchatius sehr begrüßenswert, dass sich drei Bücher anschicken, über die Wirtschaft aufzuklären. Der 2008 mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichneten Paul Krugman erklärt in seinem Buch "Die neue Wirtschaftskrise" grundsätzlich den Kapitalismus und seine Mechanismen, und wenn man ihm glauben darf, ist eigentlich alles ganz einfach, teilt der Rezensent mit. Laut Autor ist der Kapitalismus nichts anderes als eine große Maschine, die, wenn sie nicht mehr funktioniert, eben auf technische Fehler untersucht und repariert werden muss. Uchatius stellt fest, dass es sich bei dem Band um das aktualisierte Werk "Die große Rezession" handelt, das Krugman vor zehn Jahren veröffentlicht hat. Der Rezensent weist dankenswerter Weise darauf hin, dass Krugmann in der Neufassung Alan Greenspan eine Mitschuld an der gegenwärtigen Krise gibt, während der Autor im alten Buch Greenspan noch als Krisenverhinderer lobte. So einfach ist das mit dem Kapitalismus wohl doch nicht, auch wenn Krugman es nicht "zugeben will", konstatiert Uchatius.
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