Die Vereinigten Staaten stehen mitten in einem epochalen Umbruch. Die zweite große Weltwirtschaftskrise, die am 15. September 2008 in New York ausgebrochen ist, hat die Ursache in den unverantwortlichen Exzessen an der Wall Street, aber noch mehr in fundamentalen globalen Ungleichgewichten. Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt und China hat seinen Handel auf dem Rücken anderer Länder ausgedehnt. Die Ungleichgewichte werden jetzt korrigiert und Millionen Menschen müssen darunter leiden. Es zeigt sich, dass die USA ihre Wirtschaftsprobleme nicht mehr alleine lösen können. Die Zeiten, in denen die Wall Street den Puls der Weltwirtschaft bestimmte, sind unwiderruflich vorbei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2009
"Keine billigen Aufgeregtheiten" hat der Leser von diesem Krisenbuch zu erwarten, das sich aus dem Meer der Krisenbücher durch sein ausgewogenes und vernünftiges Auftreten heraushebt, urteilt zufrieden die Rezensentin Karen Horn, zugleich Leiterin des Hauptstadtbüros des Instituts der deutschen Wirtschaft. Denn alles in allem hat sie eine sehr reflektierte Analyse gelesen, die sich besonders durch ihren Informationsreichtum und einer kenntnisreichen makroökonomischen Übersicht auszeichnet. Dass das Buch nicht zuletzt in den eingestreuten Geschichten über Einzelschicksale auch einen narrativen Ton anschlägt, ist für Horn noch ein weiteres Plus. Ungewöhnlich, aber durchaus spannend findet sie die Konzentration auf die amerikanischen Verhältnisse, die dem europäischen Leser wohl auch eine Einstiegshilfe in amerikanische Logik sein könnte. Am Ende kommt Piper vielleicht nicht zu überraschenden Erkenntnissen über die Rezession, meint Horn, aber zu soliden.
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